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Wo ist eigentlich der Winter hin?

Diese Frage stellte sich mir heute, als ich von der Schule nach Hause gefahren bin. Ein kühles Lüftchen umwehte mich, während ich so dahin radelte, aber ES WAR NICHT KALT.

Wir haben den ersten Dezember, ich durfte heute das erste Türchen meines Adventskalenders aufmachen und trotzdem tut das Wetter so, als hätte der Herbst gerade eben erst angefangen. In 24 Tagen wird von uns erwartet Weihnachten zu feiern, und obwohl sich mir jedes Jahr dieselbe Frage aufwirft, nämlich warum die Menschen nur um Weihnachten herum so freundlich zueinander sind, fällt es mir dieses Jahr noch schwerer als sonst,diese aufgesetzte Fürsorglichkeit und Freundlichkeit , die sich überall breit macht, zu akzeptieren. Ich seh nicht ein so zu tun, als wäre mir weihnachtlich zumute, während es draußen noch lau ist und ich mich nicht einmal auf die warme Stube freuen kann, weil es daußen nicht wirklich kalt ist. Wo ist die Gemütlichkeit hin?

Es spricht ja nichts dagegen, dass die Menschen freundlich zueinander sind. Ganz im Gegenteil. Würden wir uns alle wieder mehr umeinander kümmern, wäre die Welt ein viel besserer Ort,das wissen wir alle. Aber da wir auch wissen, dass diese Vorstellung immer eine utopische bleiben wird, ist es müßig darüber noch ein weiteres Wort zu verlieren. Einzig die Tatsache, dass Weihnachten als Ausrede vorgeschoben wird, macht mich krank. Weihnachten hat doch längst seinen eigentlich Geist verloren, wenn wir die religiöse Seite mal vollkommen außer Acht lassen. Dieser Zwang, den Menschen, die einem mehr bedeuten als andere, ein Geschenk machen zu  müssen, ist vollkommen sinnlos. Warum muss man soetwas nur auf Weihnachten beschränken? Warum brauchen die Menschen einen Grund freundlich zueinander zu sein und um sich gegenseitig zu beschenken? Ist ein Geschenk, völlig ohne Grund, nicht ein viel bedeutugsschwereres? Würde man sich darüber nicht viel mehr freuen, als über jene Geschenke, die nur aus Not, weil bald Weihnachten ist, noch schnell kurz vorher bei Karstadt erworben wurden? Ich finde schon.

Ich liebe Weihnachten, das möchte ich überhaupt nicht bestreiten. Es ist das Größte für mich, wenn die Familie am Heilig Abend zusammen am feierlich gedeckten Tisch sitzt und zumindest einmal im Jahr eine harmonische Stimmung über allem liegt. Ich liebe den Winter, ich liebe es spazieren zu gehen, wenn der Frost überall auf den Pflanzen und Gebäuden liegt, und ich liebe es mit einem heißen Tee im ofenbeheizten Wohnzimmer zu sitzen und mich darüber freuen zu können, dass ich nicht draußen frieren muss. Es sind diese kleinen Dinge, die man bewusst genießt. Das bedeute für mich Weihnachten. Und mein Weihnachten gehört mir. Es ist in meinem Kopf und besitzt kein Datum.  

1.12.06 13:03


Man, ist das deprimierend...

Draußen sind es ungefähr pisswarme 15°, es ist stürmisch und nass. Richtig ungemütlich. Dieses Wetter deprimiert mich zutiefst. Kann es nicht einfach Winter werden? Aber wenn das Thermometer heute -15° anzeigen würde, wäre ich wahrscheinlich auch nicht zufriedener. Es gibt einfach Tage, an denen sich die Unzufriedenheit so breit macht, dass man kaum noch Platz zum Atmen hat. Es gibt viel zu tun und eigentlich bin ich auch motiviert etwas zu tun, aber dennoch gibt es da diese kleine, süße Stimme in meinem Kopf, die mich immer wieder zu unwichtigen Dingen verführt. Sowieso ist das Wort "eigentlich" ziemlich gefährlich, wenn man genauer über seine eigentliche Bedeutung nachdenkt und darüber, wie oft man es eigentlich andauernd benutzt, ohne sich dessen Bedeutung eigentlich wirklich bewusst zu sein.

Warum ist der Mensch ständigt unzufrieden? Oder bin nur ich unzufrieden und der Rest der Welt kennt den Weg zur Zufriedenheit? Habe ich mich verlaufen? Wo habe ich die falsche Abzweigung genommen, oder bin ich blind auf die Welt gekommen, ohne Fähigkeit den richtigen Weg zu erkennen? Aber wenn man sich genau umsieht erkennt man, dass die Menschen, die auf den ersten Blick zufrieden erscheinen, auch unzufrieden sind. Sind nicht auch die glücklichsten Menschen in manchen Zeiten unzufrieden? Kann man überhaupt davon ausgehen, dass es "glücklichste Menschen" gibt? Ist nicht das Leben für jeden Menschen eine Berg-und-Talfahrt?

Mir stellt sich die Frage, warum man eigentlich unzufrieden ist. Ich kann von mir behaupten, dass ich eigentlich nicht unzufrieden sein sollte. Gesamtheitlich betrachtet. Ich führe ein gutes Leben, in Fülle und Reichtum. Warum gibt es dann Momente, in denen ich unzufrieden bin? Was löst diese Unzufriedenheit aus und warum tut man nicht einfach das, was einem als beste Lösung aus der Unzufriedenheit erscheint? Warum kann man manchmal einfach nicht mit dem zufrieden sein, was man hat?

Ich bin ungeduldig...

5.12.06 16:06


Geduld...

verdammt, alsob ich die hätte. Geduld soll eine Tugend sein? Dann bin ich wohl wenig tugendhaft...

Und wieder ist es einmal so weit. Zum wiederholten Male tut das Leben mit mir was es will. Einfach so holt es den Hammer raus und kloppt 2-3 mal kräftig oben drauf. Schön. Und jetzt muss ich mit den Kopfschmerzen klar kommen, oder was? Warum?

Warum nur muss es immer wieder solche Schicksalsschläge geben, die man weder voraussehen noch umgehen kann? Ist es nicht irgendwann genug? Gibt es nicht irgendwann einen Punkt, an dem sogar das beschissenste Leben sagt: "Gut, der arme Wicht hat jetzt genug Scheiße abbekommen." ? Ungerechtigkeit auf der Welt hin oder her. Natürlich weiß ich, dass es tausend, nein, natürlich noch viel mehr, Menschen auf der Welt gibt, denen es wesentlich beschissener geht als mir, aber ist es nicht so, dass einem das eigene Leid immer am schlimmsten vorkommt? Natürlich, weil es sich um einen selbst handelt. Da ist einem egal, dass zu verhungern wahrscheinlich schlimmer ist als Liebeskummer.

Mein Kopf ist leer und ich wünschte die Zeit würde schneller vergehen. Oder doch langsamer? Ist es besser das Problem so schnell wie möglich lösen zu können oder ist die Angst vor den Konsequenzen größer? 

 

14.12.06 17:23


Apathie setzt ein...

Ab einem gewissen Grad schwerer körperlicher Verletzungen nehmen die Betroffenen ihren Schmerz nicht mehr wahr. Der Körper schüttet Stoffe aus, die die Schmerzrezeptoren blockieren, da das Hirn eh nicht soviele Informationen auf einmal aufnehmen könnte. Ob es diese Reaktion auch im psychischen Bereich gibt? Wenn zuviel passiert und alles sinnlos erscheint, setzt dann ein ähnlicher Selbstschutz ein?

"Dein Kopf ist so voll, dass er leer ist und kein Schritt geht mehr" (Glashaus)

Sagt das Hirn irgendwann : "Es ist zuviel, ich blende das alles völlig aus, damit ich überhaupt noch fähig bin irgendetwas zu tun." ? 

Es ist so viel auf einmal passiert , dass ich gar nicht mehr darüber nachdenken kann. Selbst bei dem Versuch fängt alles um mich herum an sich zu drehen. Ich bin schon einmal an so einem Punkt gewesen und hätte nicht gedacht, dass es mir so schnell wieder so gehen würde.

Mir bleibt wohl wirklich nichts anderes übrig als abzuwarten, mindestens solange, bis mein Gehirn wieder fähig ist klar zu denken, oder bis das alles in Vergessenheit geraten ist. Eines von beidem wird eintreffen.

Zeit ist schon eine wundersame Sache. Selbst wenn die Situation aussichtslos erscheint, wird sie dafür sorgen, dass es irgendwann nicht mehr so ist. So oder so.

15.12.06 13:58


Zeit...

macht vergessen. Und das ist auch gut so. Dieses undefinierbare Ding, das aber irgendwie schon immer da gewesen sein muss. Schon eine komische Sache, aber sehr faszinierend an sich.

Zeit kann soviel.
Sie kann zu langsam vergehen, aber manchmal auch viel zu schnell. Es ist alles Ansichtssache.

Eins steht jedoch fest.
Zeit gibt einem die Möglichkeit Dinge zu verarbeiten. Zeit sorgt auch dafür Dinge zu vergessen. Was natürlich sowohl positiv als auch negativ sein kann. Allgemein bekannt ist die Tatsache, dass sie für Beschönigung der Vergangenheit sorgt. Man vergisst, zum Beispiel, die schlechten Eigenschaften eines Menschen und fragt sich, wie es überhaupt soweit kommen konnte, dass dieser Mensch zur Vergangenheit gehört.
Es gibt manchmal nichts schöneres als auf alte Zeiten zurückzublicken. Und wenn es auch nur darum geht froh darüber zu sein, dass es vergangen ist und dass man jetzt in einer neuen Zeit lebt.

Zeit gibt einem Zeit.

Zeit, die man braucht, um sich über Dinge klar zu werden. Um sich mit sich selbst auseinander zu setzen. Und manchmal muss man auch selbst  jemandem Zeit geben. So schwer es einem fallen mag.

Zeit ist also unser kostbarstes Gut und dennoch können wir es nicht greifen. Vielleicht fehlt einem manchmal die Geduld alles in Relation zu sehen. Ich glaube, wenn man das öfter täte, würden einem viele Dinge leichter fallen. Zum Beisipiel jemandem Zeit geben, die er braucht... 

 

20.12.06 18:14


Weihnachten...

steht vor der Tür und ich hab keine Lust. Zwei Tage noch und dann soll der Tag da sein, auf den ich mich den größten Teil meines Jahres freue? Schon eine komische Vorstellung.
Von Weihnachtstimmung kann bei mir gar nicht die Rede sein. Ich hab kein einziges Geschenk besorgt, was mich im Nachhinein echt wurmt, aber wieder einmal war ich zu sehr mit mir selbst beschäftigt. Manchmal hasse ich das. Kann mein Leben nicht mal langweiliger sein? Zumindest ein bisschen? Wenn es viel langweiliger wäre, würd ich ja auch wieder nur rummeckern. Oder nicht immer im negativen Sinne langweilig würde auch schon reichen. Es könnte doch auch einfach mal aufregend sein. Ach, ich könnt so weiternölen, aber das Thema Unzufriedenheit möchte ich nicht schon wieder auf den Tisch bringen.
Und ich muss sagen, meine Lage entspannt sich immer mehr.
Obwohl ich immernoch zur Geduld gezwungen werde und ich mich auch immer wieder selbst dazu zwingen muss und man meinen könnte, dass ich mich langsam daran gewöhne, muss ich doch festhalten, dass Geduld wohl trotzdem nie zu meinen Stärken zählen wird. Sowas aber auch.

Zurück zum Thema: Weihnachten. Draussen ist es so warm, dass es gar keinen Spass macht Weihnachten zu haben. Es ist ja nicht so, dass ich Schnee erwartet hätte. Das ist bei uns ja eh immer nur Utopiedenken. Schnee zu Weihnachten. Ha. Aber ein paar... Minusgrade wären schon... ganz nett. Winter war eigentlich immer meine Lieblingsjahreszeit, aber wenn der Winter meint nicht kalt werden zu müssen, zeige ich ihm eben die kalte Schulter.
Gratulation an mich selbst zu diesem gelungenen Wortspiel =|
Im übrigen: Hab ich gestern in den Nachrichten wirklich Schneekatastrophen in Florida und California gesehen?
Irgendetwas stimmt doch nicht. 

Ach, warum schreib ich das eigentlich alles? Ich hab doch eigentlich gar nichts zu sagen. Vielleicht ist es einfach nur der erbärmliche Versuch meine Zeit zu vertreiben. Der Versuch mich abzulenken von dem, was mich wirklich beschäftigt. Es bleibt dabei: ich hasse warten. Und ich hasse es Geduld haben zu müssen. Und ich hasse es nicht zu wissen woran ich bin. Und im allgemeinen hasse ich es, nicht das zu bekommen, was ich will. Und zwar jetzt und gleich. Ja, manchmal bin ich doch ein ziemlich kleines, egoistisches Kind =) 

So, jetzt hab ich ziemlich viel von Dingen geredet, die ich hasse. Vielleicht berichte ich ja demnächst auch wieder von Dingen,die mich erfreuen. Wenn es so etwas denn noch gibt. Frisörbesuche gehören auf jedenfall nicht dazu. Weihnachten ist im übrigen doch noch nicht ganz gestorben. Ich kann mich immerhin auf das 5 Sterne Festtagsessen meiner Mutter freuen =) Und das ist etwas, was nicht vom Wetter oder den Launen anderer Menschen abhängt. Endlich ein Fels in der Brandung, an den ich mich klammern kann. Erbärmlich, dass es sich um Essen handelt. Erbärmlich auch, dass ich grade klinge, als würde ich Werbesprüche für ne Versicherung machen^^

22.12.06 20:35


Wahrheit und Hoffnung...

sind zwei schwierige Themen. Oftmals hat man die Hoffnung, dass die Wahrheit doch eine andere ist.

Wahrheit kann weh tun. Ist es besser die Wahrheit zu kennen oder ist Unwissenheit doch besser? Beides kann auf seine Weise unbefriedigend sein. Man möchte wissen, aber wenn es dann doch die falsche Wahrheit ist, vergeht dieses Bedürfnis. Es ist ein Drahtseilakt, wie die Sache mit der Hoffnung.

Die Hoffnung stirbt zuletzt, heißt es immer wieder. Und das mag auch der Wahrheit entsprechen. Wobei sich dann wieder die Frage stellt, ob man die Wahrheit überhaupt wissen möchte. Denn auch Hoffnung kann weh tun. Nämlich wenn sie enttäuscht wird.
Man kann hoffen und hoffen. Doch irgendwann hört man auf. Aber wann ist dieser Punkt erreicht? Wann sollte man die Hoffnung aufgeben? Wenn es zu früh ist, macht man sich vielleicht Vorwürfe zu schnell aufgegeben zu haben und dass alles hätte gut werden können, hätten man die Hoffnung nicht so schnell aufgegeben. Klammert man sich jedoch zu lange an sie , kann man sich selbst kaputt machen. Und sowieso stellt sich die Frage wie weit man sich der Hoffnung hingeben sollte. Viel zu oft betrügt man sich nur selbst damit, um der Realität zu entkommen. Doch wenn die Hoffnung am Boden liegt, zu Fall gebracht von der Wahrheit, holt die Realität einen mehr ein als zuvor. Denn solange die Hoffnung besteht, besteht auch die Möglichkeit auf Besserung der eigenen Realität. Man träumt sich in die Welt, eine Utopie ohne GLeichen natürlich, und die ausgesprochene oder selbst erkannte Wahrheit kann diese Seifenblase schneller zum Platzen bringen, als man denkt.

Also stellt sich die Frage: hoffen oder nicht hoffen?

Wenn man hofft, besteht die Möglichkeit nicht das zu bekommen, was man sich erhofft hat und verletzt zu werden. Aber wenn man nicht hofft, hat man sich dann nicht schon selbst aufgegeben? Wenn man hofft gibt man einen Teil von sich preis, macht sich verletztlich. Aber wenn man nichts riskiert, kann man auch nichts gewinnen. Das ist das Problem mit Risiken. Man kann etwas verlieren.

Hoffen oder nicht? Die Weiterführung ist mit dem gleichen Energieaufwand verbunden wie das Aufgeben. Beides kann einem schwer fallen.
Und wofür entscheide ich mich jetzt? Über die Komplexität eines Problems zu philosophieren führt nicht gleich zur Lösung. Ich werde wohl noch ein bisschen darauf rum denken...

23.12.06 17:35


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